Tipps zum Umgang mit der Angst vor der

Blutentnahme

 

 

 

Jeder kann mit Stresssituationen besser umgehen, wenn er weiß was ihn erwartet. Hier finden Sie ein paar Tipps, die Ihnen und Ihrem Kind bei der Blutentnahme helfen sollen.

 

Kinderängste

Es ist vollkommen normal, dass Kinder Ängste haben. Sie schützen vor unangenehmen Situationen. Jedes Kind entwickelt auf unterschiedliche Weise seine eigenen Strategien, wie es mit seiner Angst umgeht oder sie sogar überwindet.

 

Typische Formen der Kinderangst 

Angst Button

   
Angst vor Schmerzen
Angst von Eltern/ nahestehenden Personen getrennt zu werden (Trennungsangst)

Angst vor Verletzungen                                                                          

Angst nicht nach Hause gehen zu können und im Krankenhaus bleiben zu müssen                                                                  

 

Typische Bewältigungsstrategien von Kindern

Hand Logo      Weinen und Schreien
Klammern
Verweigerung und Vermeidung des angstauslösenden Moments
Rückzüg - innerlich wie auch äußerlich                                                     

 

Sprechen Sie mit Ihrem Kind

Daumen hoch Logo      

Seien Sie ehrlich mit Ihrem Kind:

  • sagen Sie Ihrem Kind offen und ehrlich, dass ihm demnächst Blut abgenommen wird.
  • sagen Sie ihrem Kind nicht, dass es nicht wehtut. Vergleichen Sie lieber den Stich mit dem Gefühl von Zwicken oder Haareziehen.

Hören Sie ihrem Kind zu:

  • Nehmen Sie nicht an, dass Ihr Kind die gleichen Gefühle und Ängste hat wie Sie. Lassen Sie Ihr Kind selbst herausfinden, was an der Blutentnahme unangenehm und was erträglich ist. Selbst ältere Kinder wollen noch über Ihre Gefühle sprechen und brauchen Ihre Unterstützung.
  • Fragen Sie Ihr Kind wovor es Angst hat. (Vor der Nadel, vor dem Schmerz, vor dem Stich etc.?) Wenn Ihr Kind sich bewusst wird, wovor es Angst hat, kann es besser mit dieser Angst umgehen und ggf. überwinden.

Erzählen Sie Ihrem Kind, warum ihm Blut abgenommen wird:

  • Die Blutentnahme ist wichtig, um zu erfahren, wie gesund Ihr Kind ist.
  • Die Blutabnahme hilft, herauszufinden, warum einige Kinder Typ-1-Diabetes bekommen und andere wiederum nicht.
  • Mit den Forschungsergebnissen aus dem Blut kann evtl. verhindert werden, dass künftig weitere Kinder an Typ-1-Diabetes erkranken.

Bringen Sie die Blutentnahme mit positiven Erfahrungen in Verbindung:

  • Erinnern Sie Ihr Kind an positive Erfahrungen während des Arztbesuches.
  • Erinnern Sie Ihr Kind an andere Situationen, in denen es mutig war.

 

Vor der Blutentnahme

Daumen hoch Logo      
  • Besprechen Sie am Tag vor der Blutentnahme mit Ihrem Kind, was es erwarten wird.
  • Spielen Sie mit Ihrem Kind am Tag zuvor Blutentnahme an einem Teddy oder einer Puppe durch, damit das Kind sich mit der Situation vertraut machen kann.
  • Lassen Sie Ihr Kind ein Lieblingsspielzeug mit zur Blutentnahme nehmen, damit es sich wohl und sicher fühlt.
  • Geben Sie Ihrem Kind am Tag der Blutentnahme viel zu trinken.
  • Lassen Sie Ihr Kind vor der Blutentnahme spielen.
  • Vermeiden Sie Stress am Tag der Blutentnahme.
  • Erzählen Sie Ihrem Kind, dass es nach der Blutentnahme eine kleine Belohnung bekommt.
  • Planen Sie gemeinsam mit ihrem Kind, was sie nach der Blutentnahme unternehmen können wie z.B. Besuch des Lieblingsspielplatzes oder der Eisdiele.

 

Während der Blutentnahme

Daumen hoch Logo      
  • Kinder spüren die Unsicherheit der Eltern. Deshalb ist es für Ihr Kind wichtig, dass Sie während der Blutentnahme ruhig bleiben!
  • Ermutigen Sie Ihr Kind aktiv an der Blutentnahme teilzunehmen, um ihm das Gefühl zu geben mitbestimmen zu können:
    • Möchtest du während der Blutentnahme lieber auf dem Schoß sitzen oder liegen?
    • An welcher Stelle soll Blut abgenommen werden?
    • Welche Farbe soll dein Pflaster haben?
    • Möchtest du helfen das Pflaster aufzukleben?
  • Klären Sie die Aufgaben aller Beteiligten.
    • Kind: Den Arm ruhig halten.
    • Eltern: Das Kind halten, beruhigen und ablenken.
    • Arzthelfer/-in: Den Arm des Kindes halten und das Kind ablenken.
    • Arzt: Zügige Blutentnahme.
  • Das Kind ablenken:
    • Wenn Ihr Kind aus Angst unregelmäßig atmet oder die Luft anhält, versuchen Sie folgendes: Atment Sie mit Ihrem Kind gemeinsam tief ein und aus oder lassen Sie es mit Seifenblasen spielen.
    • Lenken Sie Ihr Kind mit einem Buch oder Spielzeug ab.
    • Singen Sie gemeinsam ein Lied.
    • Lassen Sie das Kind Ihre Hände drücken.

 

Nach der Blutentnahme

Daumen hoch Logo      
  • Loben Sie Ihr Kind.
    • "Gib mir fünf."
    • "Du warst so mutig."
    • "Du hast deinen Arm so schön still gehalten."
    • "Das hast du toll gemacht."
    • "Wir sind stolz auf dich."
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Erlebte.
  • Erzählen Sie Ihrem Kind noch einmal, warum Blut abgenommen wurde.
  • Machen Sie sich mit Ihrem Kind nach der Blutentnahme einen schönen Tag.

 

 

Weitere Möglichkeiten

In den meisten Fällen sind die Blutentnahmen für Ihr Kind schmerzlos. Lediglich die Angst und der damit verbundene Stress macht die Blutentnahme unangenehm. Sollte Ihr Kind tatsächlich Schmerzen bei der Blutentnahme empfinden, bieten wir Ihnen folgende Maßnahmen an.

 

Emla®­­­-Pflaster

Pflaster Button      

1. Das Emla-Pflaster 1 Stunde vor der Blutentnahme auf die vorgesehene Einstichstelle kleben.

2. Dafür die Folie des Pflasters von der Aluminiumfolie abziehen, ohne dabei die aufgebrachte Emulsion zu berühren. 

3. Das Pflaster auf die Haut auflegen und nur am Rand andrücken.

4. Um die notwendige Einwirkzeit einzuhalten, ist es sinnvoll, auf dem Rand die Uhrzeit zu notieren. Die Wirkung hält nach Entfernen des Pflasters noch etwa eine Stunde an.

 

Downloads

Download Button       Gebrauchsinformation Emla®­­­-Pflaster                                             

 

 

TEDDY-Mobil

Sie möchten die TEDDY-Untersuchung nicht bei Ihrem Kinderarzt durchführen oder haben kaum Zeit einen Arzttermin für die TEDDY-Blutentnahme wahrzunehmen?

Wir kommen auch gern zu Ihnen

nach Hause für die

Blutentnahmen!

Sprechen Sie mit uns.

 

             TEDDY Mobil