Was ist TEDDY?

 

 

TEDDY ist die weltweit größte Studie zur Erforschung der Krankheit Typ-1-Diabetes. Etwa 8.700 Kinder machen bei der Studie mit und etwa 600 Kinder davon kommen aus Deutschland. Neben deutschen Kindern machen auch amerikanische, schwedische und finnische Kinder mit. Von Deiner Geburt bis zu Deinem 15. Geburtstag untersuchen wir Dich regelmäßig, um nachzuschauen, ob Du Typ-1-Diabetes bekommst oder nicht. Mit Deinem Blut oder auch Deiner Stuhlprobe hilfst Du den TEDDY-Forschern die Krankheit Typ-1-Diabetes zu erforschen. Dabei hilfst Du nicht nur Dir selbst, sondern auch vielen anderen Kindern auf der ganzen Welt die Krankheit Typ-1-Diabetes zu heilen. Weil Du dazu beiträgst, die Krankheit Typ-1-Diabetes zu erforschen, bist Du offiziell ein Junior Scientist (kleiner Forscher). Du bist ein wichtiger Bestandteil der abenteuerlichen Welt der Forschung und Wissenschaft!

Mädchen in Latzhose 

 

Was ist Typ-1-Diabetes?

 

Schauen wir uns zunächst einmal deinen Körper an. Wenn du z.B. einen Apfel isst, dann wird dieser Apfel durch deine Zähne in deinem Mund zu einem Speisebrei gemahlen. Dieser Speisebrei wandert anschließend über einen kleinen Tunnel zu deinem Magen weiter. Im Magen wird dieser „Apfelbrei“ in ganz kleine Teile zerlegt. Die kleinen Teile sind u.a. Wasser, Ballaststoffe, Vitamine und auch Zucker. Es gibt unterschiedliche Arten von Zucker. Zucker aus einem Apfel oder aus einem Stück Brot unterscheidet sich vom Zucker aus einer Tafel Schokolade. Du siehst, auch wenn du keine Süßigkeiten isst, nimmst du mit der Nahrung trotzdem Zucker zu dir auf. Die kleinen Bestandteile des Apfels wandern anschließend weiter zum Darm. Über den Darm gelangen diese Bestandteile in dann dein Blut, das wiederum diese Bestandteile zu den Zellen in deinem ganzen Körper transportiert. Dein Körper besteht aus Millionen von Zellen und diese Zellen müssen mit den Bestandteilen aus der Nahrung versorgt werden. Sie wandeln die Bestandteile aus der Nahrung in Energie um, damit du auch weiterhin springen, hüpfen und tanzen kannst. Nahrung versorgt dich also mit Energie.

Magen-Darm-Trakt Zeichnung


Du kannst dir die Zellen wie kleine Zimmerchen mit verschlossenen Türen vorstellen. Um diese Tür für den Zucker aufzuschließen, benötigst Du einen speziellen Schlüssel. Dieser Schlüssel heißt Insulin. Der Schlüssel Insulin wird in einem Organ mit dem Namen Bauchspeicheldrüse sozusagen „geschmiedet“. Wird genug Insulin in der Bauchspeicheldrüse hergestellt, kann Dein Körper mit ausreichend Energie versorgt werden.
Weil sehr viel in deinem Blut los ist, schließen die Zellen nach jedem Zucker ihre Türen, damit keine ungebetenen Gäste ins Zimmerchen eintreten. Damit also Zucker in die Zelle eintreten kann, um dort in Energie umgewandelt zu werden, muss genügend Insulin vorhanden sein, das dem Zucker die Tür aufschließt.
Sollte jedoch bei einem Kind die Bauchspeicheldrüse, also die „Schlüsselschmiede“, nicht genug oder kein Insulin mehr produzieren, dann hat dieses Kind Typ-1-Diabetes. Jedes Mal wenn dieses Kind etwas isst, dann kommt immer mehr Zucker in sein Blut. Doch ohne Insulin können seine Zellen diesen Zucker nicht in sich aufnehmen und sie in Energie umwandeln. Mehr und mehr Zucker sammelt sich im Blut an. Der Körper des Kindes wird krank. Im Volksmund spricht man daher öfters auch von der „Zuckerkrankheit“.

 

 

Wie macht sich Typ-1-Diabetes bemerkbar?  

 

Wenn die Zellen Zucker nicht mehr in Energie umwandeln können, dann fühlt man sich müde und schlapp. Weil mit jeder Nahrungsaufnahme sich sehr viel Zucker im Blut ansammelt, will der Körper diese große Menge an Zucker „ausspülen“. Damit der Körper den Zucker „ausspülen“ kann, benötigt er viel Flüssigkeit. Ein Kind, das an Typ-1-Diabetes erkrankt und nicht Insulin gespritzt bekommt, hat aus diesem Grund häufiger Durst und will viel trinken. Mit dieser Flüssigkeit spült der Körper die große Menge Zucker aus dem Körper heraus. Beim Spülen entsteht viel „Abwasser“. Daher muss dieses Kind, das Typ-1-Diabetes hat und nicht behandelt worden ist, häufig Pippi machen. Wenn dieses Kind aber richtig mit Insulin behandelt wird, erkennt man nicht, dass dieses Kind an Typ-1-Diabetes erkrankt ist.

 

 

Was ist die Ursache von Typ-1-Diabetes?

 

Viele Jahre schon suchen Forscher auf der ganzen Welt eifrig nach dem Grund, warum einige Kinder (und auch Erwachsene) Typ-1-Diabetes bekommen und andere wiederum nicht. Es gibt viele Vermutungen, was die Krankheit Diabetes auslösen könnte: u.a. Krankheiten, Ernährung oder Stress.

 


Wie kann man Typ-1-Diabetes verhindern oder heilen?

 

Wir wissen noch nicht ganz sicher, wie Typ-1-Diabetes entsteht. Daher gibt es auch noch keine Möglichkeit, diese Krankheit zu verhindern. Seit vielen Jahren forschen wir schon eifrig nach den Ursachen von Typ-1-Diabetes. Du kannst uns als kleiner Forscher dabei helfen!

 

 

Typ-1-Diabetes und Zöliakie

 

Einige Kinder, die an Typ-1-Diabetes erkranken, erkranken auch an Zöliakie. Bei der Zöliakie verträgt der Dünndarm nicht das Getreideeiweiß Gluten. Das Eiweiß Gluten steckt in vielen Nahrungsmitteln, die bestimmte Getreidesorten enthalten. Brot, Nudeln, Kekse und Kuchen enthalten in den meisten Fällen Gluten. Aber auch Fruchtjoghurts, Schokolade sowie Wurst können Gluten enthalten.
Gluten gelangt also über die Nahrung in Deinen Körper. Sobald der Speisebrei im Dünndarm angekommen ist, wird er über die vielen winzig kleinen Hautfältchen in Deinem Dünndarm an Dein Blut weitergeleitet. Wenn ein Kind an Zöliakie erkranken sollte, so gehen die vielen winzig kleinen Hautfältchen in seinem Dünndarm zugrunde, sobald Gluten in seinen Dünndarm gelangt. So wie ein Bügeleisen Falten in Deinem T-Shirt glättet, so wird die Dünndarmwand durch Gluten immer flacher. Aber ohne die winzig kleinen Hautfältchen im Dünndarm kann der Körper nicht mit ausreichend Energie versorgt werden.
Ein Kind, das an Zöliakie erkrankt ist und weiterhin glutenhaltige Speisen isst, ist häufig erschöpft und müde, kann öfters Durchfall haben, Bauchschmerzen, hat wenig Hunger oder sieht sehr dünn aus.
Mit der richtigen glutenfreien Ernährung hat das Kind diese Beschwerden nicht mehr. Die kleinen Hautfältchen im Dünndarm wachsen nach und der Körper kann wieder mit ausreichend Energie versorgt werden.
 
Weitere Geschichten zur Zöliakie findest du auf der Homepage der Deutschen Zöliakie Gesellschaft: Mikrovilli und Käsekuchen - Anna erklärt Zöliakie
 
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