Haben Sie Fragen rund um die TEDDY-Studie?

Unsere Experten beantworten Ihnen jede Frage.

 

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       Unsere dreijährige Tochter schreit und weint bei jeder Blutabnahme. Wir als Eltern fühlen uns dabei ziemlich schlecht. Welche negativen Folgen kann die Blutabnahme für unsere Tochter haben? Familie K. aus München

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Dr. med. Katharina Warncke:
Abgesehen von dem kurzen Schreck und dem minimalen Einstich hat die Blutentnahme für ihr Kind keine nachhaltigen negativen Konsequenzen. Blutentnahmen sehen auf den ersten Blick schlimmer aus als sie sind. In den meisten Fällen ist der Einstich der Nadel zwar unangenehm, aber keineswegs schmerzhaft.  Einige Kinder reagieren auf unangenehme Ereignisse mit Weinen, lautem Schreien oder Toben. Ein zerbrochener Keks oder das Verbot zu fernsehen kann bereits Auslöser dafür sein. Vor der Blutentnahme geht ihr Kind davon aus, dass der Einstich schmerzhaft sein könnte. Mit dieser Erwartungshaltung im Kopf steigert sich ihr Kind in die Angst hinein und gerät dadurch in Panik. Obwohl diese Reaktion für Kinder ganz normal ist, fühlen sich viele Eltern durch die heftige Reaktion ihrer Kinder verunsichert. Mit einer guten Vorbereitung können Sie sich und ihrem Kind die Angst vor der Blutentnahme nehmen. Auf Wunsch schickt Ihnen das TEDDY-Team gerne die Informationsbroschüre „Tipps für die Blutentnahme“ zu. Weder hat die Blutentnahme negative Folgen für Ihr Kind, noch kann Ihr Kind durch die Blutentnahme traumatisiert werden. Im Gegenteil sogar, jede gelungene Blutentnahme stärkt das Selbstvertrauen und das Selbstbewusstsein Ihres Kindes. Helfen Sie Ihrem Kind dabei!

 

Haben Sie Tipps, wie andere Eltern mit der Angst ihrer Kinder bei der Blutentnahme umgehen können? Schreiben Sie uns, wir geben gerne Ihre Tipps an ratsuchende Eltern weiter.

 

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        Im welchem Alter entwickeln die meisten Kinder Diabetes? Besteht für uns Eltern die Möglichkeit, den Ausbruch von Diabetes zu verhindern? Familie L. aus Pullach

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     Dr. med. Katharina Warncke:
Im Prinzip kann der Typ 1 Diabetes in jedem Alter auftreten. Zu welchem konkreten Zeitpunkt der Typ 1 Diabetes auftreten kann, kann im Allgemeinen nicht konstatiert werden, da der Zeitpunkt der Manifestation des Typ 1 Diabetes bei jedem Betroffenen unterschiedlich ist. Bei den meisten Betroffenen manifestiert sich der Typ 1 Diabetes entweder in der frühen Kindheit oder während der Pubertät. Jedoch ist eine mögliche Manifestation außerhalb dieser beiden Phasen nicht vollkommen auszuschließen.
Symptome, die durch diese Autoimmunkrankheit auftreten könnten, können durch eine frühzeitige Antikörperuntersuchung gelindert und unter Umständen sogar völlig vermieden werden. Die Prävention des Typ 1 Diabetes ist nach derzeitigem Forschungsstand noch nicht möglich. Das Forscherteam der TEDDY Studie erforscht mit allen erdenklichen Mitteln nach den möglichen Auslösern für den Typ 1 Diabetes, um daraus adäquate Präventionsstrategien entwickeln zu können. Mit Ihrer Teilnahme an der TEDDY Studie leisten Sie einen unverzichtbaren Betrag.

 

 

Dr. med. Katharina Warncke

   Dr. med. Katharina Warncke: Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und Diabetologin, Städtisches Klinikum München Schwabing.